

Kriege und Krisen = Angst bei den Menschen: Appetit holt man sich woanders, gegessen wird zuhause
Das ist eine sehr traurige Nachricht.
Wieder schließt sich meine Tür. Das gab es schon oft in meiner Historie, dass ich eine wunderbare Familie aus meiner Vertrautheit entlassen musste.
Viel Herzblut und Arbeit wurden in mich als Ort und Gemäuer gesteckt.
Unvergesslich sind die Momente, wenn die Energie des Herzens fließt und auch die Ahnengeister davon profitieren können.
Auch die Wesenhaften wussten die Anwesenheit dieser Familie zu schätzen.
Der Garten gedieh und brachte Frucht und die Gäste genossen die natürliche Vielfalt der Tiere und Pflanzen.
Der Abschied ist schmerzhaft, aber er eröffnet allen Beteiligten auch die Notwendigkeit und die Chance für etwas Neues.
Acht Jahre sind eine lange Zeit für euch Menschenkinder.
Für mich, Schloss Weißenburg, ein Wimpernschlag.
Ich habe seit 1247 viele gute und prachtvolle Zeiten erlebt, kenne auch Krisen, Untergänge und die Kriege der Menschen.
Familie Bernhardt nannte mir bei Ihrem Abschied die Gründe für Ihre Entscheidung.
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Es ist zu teuer geworden, mein Gemäuer und das Gelände instand und schön zu halten
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Die dringenden Sanierungsarbeiten sind längst überfällig und wurden wegen zahlreicher Krisen in den letzten Jahren immer wieder verschoben
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Der Mangel an Knechten und Mägden, die mit liebender Hand dienen
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Die Gäste werden weniger und können sich weniger leisten.
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Die Statthalter und andere Obrigkeiten erstellen unlösbare bürokratische Auflagen, erhöhen die Steuerlasten und scheren sich nicht um den Erhalt der historischen Anlage
Wir die Geister der Burg, wünschen euch Menschen viel Kraft für diese Zeit des Übergangs.
Wir wünschen Euch Kraft und Hoffnung.
Auf bald ...bis gleich
Die Weißenburg